Nach dem langen Wintertraining beginnt für die meisten Ruderer die Wettkampfsaison auf dem Wasser mit Langstreckenwettbewerben. Über Wettkampfstrecken von drei bis sechs Kilometer überpüfen die Sportler der verschiedenen Altersklassen ihre antrainierte Ausdauer. So startete der größte Teil der aktiven Wettkampfsportler des Stralsunder Ruder-Clubs bei der Langstrecke in Kessin bei Rostock.

 


Leider konnte nach mehreren Absagen im Kinderbereich bis 13 Jahre nur ein Boot des Vereins an den Start gehen. Der in der Altersklasse 11/12 startende Doppelzweier mit Nick Häusler und Hannes Engel machte seine Sache über die 3.000 Meter Distanz dafür sehr gut und fuhr den ersten Stralsunder Sieg ein.

Alle weiteren Stralsunder Boote hatten dann eine Distanz von 5.000 Meter zu bewältigen. In der AK 14 belegten Benjamin Köhn und Lennart Haasler den 4. Platz. Auf Platz 3 schafften es Vivien Leibelt und Jolina Schäning bei den gleichaltrigen Mädchen. Bei den Junioren B waren es die Leichtgewichte, die gleich dreimal auf dem Siegerpodest ganz oben standen. Die Sieger hießen bei den Juniorinnen im Einer Stine Loßmann, bei den Junioren im Einer Oliver Remus und im Doppelzweier Christoph Koos/ Benno Petersen. In der offenen Klasse der Juniorinnen B belegten Lena Kolwey und Jennifer Schäning zeitgleich den 5. Platz sowie Noreen Junges Platz 8. Bei den Junioren B in der offenen Klasse erreichte Ben Hoffmann den elften Platz. Bei den Juniorinnen A fuhr Johanna Böttcher im Einer zum Sieg, während in dieser Altersklasse Richard Weinz den 2. Platz im Leichtgewichts-Einer belegen konnte.

Zwei weitere Sportler vom Stralsunder Ruder-Club nahmen bereits im Vorfeld an Leistungsüberprüfungen teil. Der jetzt im Leistungszentrum in Potsdam trainierende Klas-Ole Lass belegte gegen starke Konkurrenz bei der Langstrecke in Berlin einen hervorragenden zweiten Platz im Einer der Junioren B. Aufgrund der gezeigten Leistung nominierte ihn seine Trainerin für die Langstrecke in Leipzig gegen die ältere Konkurrenz der A- Junioren. Auch hier fuhr er ein gutes Rennen und belegte am Ende gegen die versammelte Deutsche Skullelite der A-Junioren einen beachtlichen 18. Platz. Bei dieser Langstrecke mußte auch Benjamin Leibelt einen ersten echten Leistungsnachweis in diesem Jahr erbringen. Er trainiert seit 3 Jahren im Leistungszentrum in Rostock und wurde im letzten Jahr Bronzemedaillengewinner im Achter bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Rio. Der Auftakt in Leipzig über die Langstrecke von 6.000 Meter verlief für ihn und seinem neuen Rostocker Partner Leon Münch im Zweier ohne Steuermann sehr verheißungsvoll, denn am Ende stand ein dritter Platz zu Buche.

Für die Nominierung in den Kreis der Nationalmannschaftsanwärter war das aber nur ein erster Schritt. Denn schon eine Woche später fand die Leistungsüberprüfung über die 2.000 Meter Normaldistanz in Köln auf dem Programm. Doch auch hier konnten die Beiden ihre Leistungsstärke unter Beweis stellen und wiederum den dritten Rang in der Deutschen Rangliste einnehmen. Abgerundet wurde das Wochenende in Köln mit einem Sieg im Vierer ohne Steuermann. Damit befindet sich Benjamin auf dem besten Weg erneut einen Platz in der Junioren-Nationalmannschaft zu erreichen, um dann in Rotterdam bei der Junioren-Weltmeisterschaft dabei zu sein.
U.B.