Jedes Jahr im September treffen sich die Master-Ruderer aus Deutschlands Nordosten in Frankfurt, um auf der Oder die besten Doppelvierer auf der Langstrecke zu ermitteln. Bis zuletzt war unklar, ob der Wettkampf wegen des niedrigen Pegelstandes überhaupt stattfinden konnte. Doch die Gastgeber machten durch die Verlegung des Steges und insgesamt strengere Wettkampfregeln bei nur 96 cm Pegelstand eine Regatta möglich. Rudern war nur in der Mitte der Oder möglich, was das Überholen besonders bei Gegenverkehr erheblich erschwerte.

Unter diesen neuen Bedingungen starteten in diesem Jahr 4 Stralsunder Doppelvierer.

Den Anfang machten die Frauen. Barbara Ahlhaus, Silke Leibelt, Arlette Deutsch, Silke Rades mit Steuerfrau Sabine Moche belegten nach 8,8 km hinter den überragenden Ruderinnen vom Spree-Ruderclub Köpenick  einen sehr guten 2. Platz.

Die neu zusammengestellte Mix--Mannschaft mit Jana Schröder, Ralf Schröder, Matthias Ahlhaus und Simone Loßmann erreichte ebenfalls nach 8,8 km einen guten 5.Platz im vorderen Mittelfeld.

Hervorzuheben ist auch die Leistung des zweiten Frauenbootes, das den Rudersport unter  Trainer und Steuermann Wolfgang Brandenburg erst seit zwei Jahren betreibt. Manuela Conedera, Claudia Hinze, Vivien Leibelt und Ronny Planke konnten ihre Zeit aus dem Vorjahr um sagenhafte 5 Minuten verbessern und wurden 7.

Dann waren die Männer an der Reihe. Der bewährten Besetzung Christian Loßmann, Stefan Heinrich , Maik Damman und  Uwe Westphal mit Steuerfrau Annette Thom gelang ein Coup . Auf der doppelten Distanz konnten sie die seit 10 Jahren ungeschlagenen Ruderer von der  RG Grünau besiegen. Das erste Mal geht der Männer-Pokal nach Stralsund.

Punktgleich mit dem Spree-Ruderclub Köpenick gewannen die Stralsunder auch den Pokal für die beste Vereinsmannschaft.

Alle Ruderkameraden hoffen auf einen Herbst ohne heftige Stürme und einen milden Winter.

Denn obwohl die Sportler wissen, dass die Erfolge im nächsten Jahr vom kontinuierlichen Training auf dem Ergometer und im Kraftraum abhängen - auf dem Wasser ist es eben doch am schönsten.